Friedrich Hedrich

Elektromonteur. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1914    † 1944

 

Herkunft, Beruf, Organisationsleiter im Zentralkomitee des kommunistischen Jugendverbandes

Friedrich Hedrich wuchs in einer kommunistischen Familie auf. Er war ein begabter Schüler, der in der Fortbildungsschule (lernte Elektriker- und Installateur) zum Schülerrat gewählt wurde. Er organisierte Schülerstreiks und Lohnkämpfe. 1931 wurde er Organisationsleiter im Zentralkomitee des kommunistischen Jugendverbandes. Nach 1933 organisierte er eine Geheimdruckerei, in der auch die »Proletarierjugend« hergestellt wurde. Nach 1938 wirkte er am Wiederaufbau der Parteistrukturen mit.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 23. 10. 1941 wurde Friedrich Hedrich verhaftet und am 30. 9. 1943 gemeinsam mit Hermine Zaynard (hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 25.2.1944 erfolgte seine Hinrichtung im LG I in Wien.

Aus dem Urteil

„Der Ehemann Hedrich wurde Anfang September 1941 durch den Kommunisten Händler dem kommunistischen Auslandsfunktionär Leo Gabler zugeführt, den er schon a. d. KJVÖ-Verband kannte und von dem er wusste, dass er seinerzeit wegen seiner kommunistischen Betätigung ins Ausland emigriert war. Gabler teilte ihm mit, dass er a. d. Ausland komme und den Neuaufbau der KPÖ durchführen solle und forderte den Angeklagten auf, ihn zu diesem Zweck Verbindungen zu Kommunisten zu verschaffen. (…) Durch Gabler lernte der Angeklagte Hedrich auch den jüdischen KP-Funktionär Kornweitz kennen, der ebenso wie Gabler sich heimlich in Wien zu hochverräterischen Zwecken aufhielt und Schwierigkeiten bei der Erlangung einer illegalen Wohnungsunterkunft in Wien hatte.“

Gedenktafel

1953 wurde an seinem Wohnhaus in Wien 20 (Jägerstraße 18) eine Gedenktafel enthüllt.

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen


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